springerin 2/17

Krise als Form

 

Eine vielerorts erhobene Gegenwartsdiagnose lautet, dass sich unsere aktuelle Gesellschaftsform, aber auch kulturelle und künstlerische Formen in einem fortwährenden Zustand der Krise befinden. Basiert dieser Befund zum einen auf einer gewissen Objektivierung (in Bezug darauf, wie die Dinge sein sollten und nun einmal nicht sind), so wirken darin stets auch subjektive Momente mit (der Diagnose, Kritik und möglichen Verbesserung der krisenhaften Zustände). Die Art dieser Beziehung genauer herauszuarbeiten, war Thema eines Symposions, das Anfang 2017 an der Universität für angewandte Kunst Wien stattfand. Im Anschluss daran bereitet das Heft Krise als Form, in Kooperation mit der Abteilung Kunst- und Wissenstransfer und dem Institut für Kunsttheorie entstanden, Beiträge und Schwerpunkte dieser Debatte auf. Gefragt wird vor allem danach, welchen formalen Parametern die Rede von der allgegenwärtigen Krise unterliegt. Stehen dabei primär kulturelle und politische Formen, Formen von Subjektivität und Wertsetzung auf dem Spiel? Oder artikulieren sich im Diskurs der Krise auch Negativformen, noch Formloses, ja vielleicht auch „Anti-Form“?

 

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