Heft 2/2018


originalcopy


Die Möglichkeit, Datenmaterial per Knopfdruck und verlustfrei zu duplizieren, lässt avantgardistische Methoden, die Grenzen zwischen Original und Kopie aufzuweichen, obsolet erscheinen. Die Allgegenwart unterschiedlichster Kopiertechniken bestätigt, dass sich das Phänomen als künstlerische wie alltagskulturelle Praxis etabliert hat. Da seine Funktionsweisen und Logiken aber häufig im Verborgenen bleiben und sich zusehends immaterialisieren, fordert dies eine Untersuchung geradezu heraus. Die Ausgabe „originalcopy“ geht der Frage nach, wie sich die vormals wertbesetzte Unterscheidung von Original und Kopie im Prozess des Kopierens aufzulösen beginnt und wie sich diese Veränderungen – auch abseits digitaler Zusammenhänge – in künstlerische Produktionsvorgänge einschreiben. Der Fokus liegt dabei auf der Spannung zwischen der vermeintlichen Immaterialität digitaler Technologien und ihren materiellen Manifestationsformen. Das Heft stellt die Dichotomie von Original und Kopie aus einer post-digitalen Perspektive neu zur Disposition.

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