Heft 1/2019


Post-Jugoslawien


Nach den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien in den 1990er-Jahren haben sich teils instabile Friedens-ordnungen etabliert, die nicht unumstritten sind. Nationalismus und die Grenzen in den Regionen sind nach wie vor virulente Themen. Auch die Erinnerung an den Krieg ist immer noch kontrovers. Es gibt in den Ländern völlig unterschiedliche Erinnerungskulturen und somit auch keine einheitliche Interpretation der Balkankriege. Das führt immer wieder zu Spannungen. Ebenso ist eine demokratische Krise feststell-bar. Nach dem Sturz der autoritären Systeme am Westbalkan kam es in vielen Ländern zu einer zaghaften Demokratisierung. Der Transformationsprozess ging allerdings nicht so schnell vonstatten, wie man ihn sich erhoffte. Was bedeutet das für die Kunst aus diesen Regionen, vor allem für die jüngere Generation, für KünstlerInnen, die damals Kinder oder Pubertierende waren und durch die Kriegserlebnisse geprägt wurden?

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Ines Doujak