Heft 3/2018


Institut "Kunst"


Der Kunstbetrieb hat sich schon längst in viele parallele Betriebe gespalten, die alle ihre eigene Institutionenwelt, ihre Märkte und ihre Illusionen haben. Nicht einmal mehr die ehemals hegemonialen Großveranstaltungen wie die documenta oder die Biennalen von Venedig, São Paulo, Istanbul oder New York sind imstande, nachwirkende kohärente Narrative zu erzielen. Was hält das Institut Gegenwartskunst noch zusammen? Sind es allein die Projektionen, auf den globalen Märkten reüssieren zu können, oder die Hoffnung, sich in Großausstellungen, welche als Fluchtpunkte aus dem Alltag der lokalen Repräsentations- und Konkurrenzkämpfe erscheinen, zumindest kurz – jenseits der Reiselogik der eigenen Zirkel – als vermeintlich universaler Wert gespiegelt zu sehen? Das Heft 3/2018 fragt danach, welche Figuren und ästhetischen Haltungen das Institut „Kunst“ heute primär ausmachen und welche Arbeiten und Projekte dabei als primäre Reflexions-, Widerstands- oder Erfolgsmodelle dienen. Und es stellt damit die Frage nach der Figur der Produktion. Welche Logik treibt sie an? Und sind es überhaupt noch die KünstlerInnen, das Werk, das Projekt, die wahrgenommen werden? Oder hat sich in den Austauschregimen der Gegenwart nicht längst schon eine andere Konzeption dafür etabliert, was das Institut „Kunst“ als Lebens- und Denkraum bestimmt?

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