Heft 4/2018


#Fortschritt


Entwickelt sich unsere Gesellschaft noch weiter? Weiter in dem Sinn, dass als ungerecht erkannte Zustände realiter zu beseitigen versucht und Prozesse, die ein ausgeglichenes Zusammenleben fördern sollen, aktiv in Gang gesetzt werden? Ist Fortschritt, der so lange die Narrative von Modernisierung und sozialem Ausgleich bestimmt hat, heute noch eine maßgebliche Kategorie? Sind im kulturellen Feld vielleicht noch eher Momente des Progressiven bzw. tragfähigere Ansätze zur Überwindung ungerechter, nicht-egalitärer Verhältnisse zu finden? Und soll man Fortschrittsideologien Glauben schenken, die diesen vor allem im technologischen Bereich ansiedeln, womöglich mit dem Hintergedanken, dass die gesellschaftliche Mechanik dem technisch erreichten Stand der Dinge schon irgendwie folgen wird? Die Kunst ist dem allen vielleicht immer schon einen Schritt voraus, indem sie von der Zukunft her, von einem idealiter oder utopistisch ausgemalten Bild her, auf ein unerquickliches Hier und Jetzt einwirken will. Die Herbstausgabe breitet Szenarien dieses Einwirkens aus und fragt, inwiefern sich damit einem (auch sozialen) Fortschritt, der diesen Namen verdient, zuarbeiten lässt.

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