Heft 4/2019


Digital Unconscious


Mit der immer engmaschigeren Ausprägung der Digitalisierung stellen sich auch neue, für das kritische Bewusstsein nicht auf Anhieb beantwortbare Fragen. Was, wenn die immer vehementer in sämtliche Lebens- und Kulturbereiche vordringende Digitalität eine dem Bewusstsein und der Kognition schlichtweg nicht verfüg- oder greifbare Dimension mit sich führt? Was, wenn das Digitale eine zwar immer stärker Realitäts-prägende, zugleich aber eine nach herkömmlichen Realitätsmaßstäben immer weniger fassbare Größe darstellt? Und wie diesem digitalen Unbewussten, vom dem man bestenfalls eine Ahnung, aber kein gesichertes Faktenwissen hat, überhaupt auf die Schliche kommen? Die Ausgabe "Digital Unconscious" geht diesen Fragestellungen anhand prägender Szenarien der Gegenwart nach. Im Mittelpunkt stehen dabei Aspekte wie das vermeintlich unerschöpfliche Begehren "im" und "nach" dem vernetzten Raum, Fragen des „Commoning“, des Zusammenarbeitens und -lebens im Digitalen, schließlich Momente einer alles Subjektive und Individuelle übersteigenden Produktivkraft, die sich abseits uns zugänglicher Bewusstseinssphären auszubilden beginnt. Nicht zu vergessen der Aspekt, ob bzw. wie sich dieses amorphe digitale Unbewusste künstlerisch darstellen lässt.

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EDITION
Ines Doujak