Vorschau



Heft 4/2017

Global Limits

Vor 45 Jahren erschien die berühmte Club-of-Rome-Studie Die Grenzen des Wachstums. Mit eindrücklichen Warnungen vor dem drohenden Versiegen natürlicher Rohstoffe und den katastrophalen Auswirkungen weltweiter Umweltzerstörung hat die Studie entscheidend zur Ausprägung eines ökologischen Bewusstseins und entsprechender politischer Bewegungen beigetragen. Fast ein halbes Jahrhundert später lässt sich resümieren, dass wenig bis nichts aus den damaligen Prognosen gelernt wurde. Die Ausgabe Global Limits widmet sich aktuellen Symptomatiken und Ausformungen der immer dringlicheren ökologischen Schieflage – wie sie zuletzt etwa im Anthropozän-Diskurs laut wurden oder länger schon in experimentellen Ansätzen einer nicht zweckrationalen Naturverbundenheit ihren Ausdruck finden. Gefragt wird, wie von Kunstseite aus auf die nicht zu leugnenden Wachstumsgrenzen und die drohende Rohstoffverknappung Bezug genommen wird. Welche anderen, zukunftsweisenden Denkmodelle zeichnen sich hier ab, welche neuen Ökologien gilt es zu entwerfen – Ansätze, die auch einen geschärften Blick auf das zunehmende globale Ungleichgewicht erlauben?

Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2017

 

Heft 1/2018

Asoziale Medien?

Die Entwicklung, die durch die Einführung sogenannter „sozialer Medien“ losgetreten wurde, ist in vollem Gange, und noch ist nicht abzusehen, welche Auswirkungen dies in verschiedensten Bereichen zeitigen wird. Jedenfalls haben die Ausläufer von Facebook, Instagram, Twitter etc. längst den Kunstbereich erfasst und beginnen hier, nicht nur auf das Rezipieren, sondern auch auf das Machen und In-Umlauf-Bringen von Kunst einen markanten Einfluss auszuüben. Grund genug, um sich mit der „Sozialität“ und Vernetzungsrealität, die von diesen Medien bewerkstelligt wird, auseinanderzusetzen. Löst sich das Demokratisierungsversprechen, das diesen Kanälen und Outlets innewohnt, auf sozialer Ebene tatsächlich ein? Helfen diese Medien mit, eine multiperspektivische, ja kritische Öffentlichkeit zu generieren? Oder tragen sie zu einer immer größeren Fragmentierung und Segregierung unvereinbarer Öffentlichkeits-sphären bei? All dies wird im Heft Asoziale Medien? mit Bezug auf das künstlerische Gegenwartsgeschehen diskutiert.

Erscheinungsdatum: 15. Januar 2018