Heft 3/2018


Institut "Kunst"


Der Kunstbetrieb hat sich längst in viele parallele Betriebe gespalten, die alle ihre eigenen Institutionen, Märkte und Illusionen haben. Von Amüsement für die Superreichen bis hin zu Überlebenstechniken für die Superprekarisierten hat sich eine enorme Bandbreite an Praxismustern in diese Betrieblichkeit eingeschlichen. Immer noch wird so getan, als gäbe es die eine verbindende – zumal institutionelle – Grundlage für all diese Sphären. Doch nicht einmal die ehemals hegemonialen Großveranstaltungen wie die documenta oder die Biennalen von Venedig, São Paulo, Istanbul oder New York sind heute noch imstande, kohärente, nachwirkende Narrative zu schaffen. Was also hält das „Institut“ Gegenwartskunst zusammen? Wo sind Verbindungslinien auszumachen, die sich quer durch soziale, szenespezifische ebenso wie regionale oder weltgeografische Breiten z... » weiterlesen

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Netzteil


Digitale Herzensbildung
Die amerikanisch-belgische Künstlerin Cécile B. Evans erzählt in ihren Videoarbeiten vom Leben, Lieben – und Sterben im Netzzeitalter
Christa Benzer

Kopie, Glitch, Fehler
3D-Scan als widerständige Praxis
Justin Hoffmann

Was die Bildschirme zum Leuchten bringt
Lisa Raves Film Europium und die nächste ökologische Katastrophe, das Deep Sea Mining
Dietrich Heißenbüttel

Re & Ra, Rosa & Erasure
Zur Aktualität des Afrofuturismus
Klaus Walter

Im tiefen Tal der Cyberüberwachung
Interview mit dem Autor Yasha Levine über die militärischen Ursprünge des Internets und die Probleme seiner demokratiepolitischen Zurichtung
Olivier Jutel

 

Institut "Kunst"


Institute der Performativität
Zu einem zentralen Paradigma der zeitgenössischen Kunst, oder unterwegs zu einer Ethik des Performativen
Keti Chukhrov

Mokshamudra Progression
Bildbeitrag
Adrian Piper

Zwischen Grau und Silber
Dimensionen privater und öffentlicher Kunstfinanzierung
Pierre Bal-Blanc

„Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen“– Freilich kann man das!
Von der Verwandlung einer (post-)sozialistischen in eine autoritär-nationalistische und autokratische Kunstinstitution
Edit András

49 Streifen/90 Streifen
Bildbeitrag
Ovidiu Anton

„Ich weiß, dass du nicht schweben kannst“
Ablenkung und Zaudern in der zeitgenössischen Kunst
Süreyyya Evren

Gut im Schießen, schlecht im Malen
Bildbeitrag
Khaled Jarrar

Die Kunst wird uns nicht retten
Wenn der Widerstand der Kunstwelt von der Aufmerksamkeitsökonomie „gehackt“ wird
Anna Khachiyan

Georg Kargl 1955–2018
Georg Schöllhammer

 

Artscribe


Martha Rosler/Hito Steyerl – War Games
Christoph Chwatal

Mika Rottenberg
Sabine Mostegl

Horáková + Maurer – TPX-Index
Veronika Rudorfer

Burak Delier – Barmag: A Magazine That Takes Itself for a Bar
Süreyyya Evren

GROENTOPIA
Sylvia Szely

Workshops of Revolution
Ewelina Jarosz

Portable Landscapes
Rahma Khazam

Ydessa Hendeles – Death To Pigs
Ada Karlbauer

Performative Screenings #53: Julia Grosse und Yvette Mutumba Contemporary And Center of Unfinished Business
Christian Egger

Bouchra Khalili
Christian Höller

 

Lektüre


Lyn Blumenthal/Kate Horsfield:
Craig Owens: Portrait of a Young Critic
Naoko Kaltschmidt

Krystian Woznicki:
Fugitive Belonging
Peter Kunitzky

Christian Dewald/Petra Löffler/Marc Ries (Hg.):
Kino Arbeit Liebe: Hommage an Elisabeth Büttner
Alexandra Seibel

Mladen Savic:
Feuer am Dach: Essays, Reflexionen, Polemiken
Thomas Raab

 


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